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Angelika Feustel

„Das Urteil stand schon vorher fest“

Nach dem Abitur wurde Angelika Feustel wegen „ungenügender gesellschaftlicher Tätigkeit“ nicht zum Studium zugelassen. Schon da trug sie mich mit Fluchtgedanken, weil sie frei sein wollte. Sie arbeitete in einem Textilbetrieb und wurde von diesem zu einem Fachschulstudium „delegiert“, was ihren Interessen und Fähigkeiten widersprach. 1977 erfuhr die Staatssicherheit von ihrem geplanten Fluchtversuch über Bulgarien. Angelika Feustel wurde verhaftet und zu 18 Monaten verurteilt, die sie im Frauengefängnis Hoheneck absaß. Danach wurde sie nicht freigekauft, sondern zurück in die DDR entlassen. Sie arbeitete als ungelernte Kraft in einer Drogerie und stellte 1982 mit ihrem Mann und zwei Kindern einen Ausreiseantrag. Einen Tag vor Weihnachten 1983 wurde die Ausreise gewährt. In der Bundesrepublik war sie in der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte e.V. (IGFM) aktiv und schrieb ein Buch über ihre Jugend in der DDR. Die Staatssicherheit überwachte sie auch hier, da sie feindliche Aktivitäten gegenüber der DDR vermutete.

Das Gespräch führten am 07.12.2012 Schülerinnen und Schüler des Chiemgau-Gymnasiums Traunstein.

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