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Eva-Maria Neumann

„Wir wurden in der Schule zum Lügen und zum Hassen erzogen"

Eva-Maria Neumann absolvierte an der Hochschule für Musik in Leipzig ein Studium mit dem Hauptfach Violine. Sowohl sie als auch ihr Mann Rudolf standen als praktizierende Christen dem SED-Regime kritisch gegenüber. 1977 versuchten sie zusammen mit ihrer damals dreijährigen Tochter, im Kofferraum eines Fluchthelfers über die Grenzanlage Hirschberg in die Bundesrepublik zu gelangen. Das MfS verhaftete beide, da sie vermutlich von einem Spitzel verraten wurden. Die Tochter kam zu den Großeltern, Eva-Maria Neumann wurde zu drei Jahren und ihr Mann zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Ihre Freiheitsstrafe verbüßte sie unter anderem im Frauengefängnis Hoheneck. 1978 kaufte die Bundesrepublik die Neumanns frei. Ihre Tochter durfte ein halbes Jahr später ausreisen. Die Familie zog nach Aachen, wo sie heute noch lebt. Nachdem Neumann nach der Haft mehrere Jahre erwerbsunfähig war, unterrichtet sie jetzt an der Städtischen Musikschule und ist Mitglied des Aachener Kammerorchesters.

Das Gespräch führten Schülerinnen und Schüler des Theodor-Fliedner-Gymnasiums Düsseldorf.

 

 

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