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Lothar Rochau

„Ich wollte einen anderen Sozialismus“ 

Seit 1977 war Lothar Rochau Jugendiakon in Halle-Neustadt. Er führte eine über vierzig Anhänger große Friedens-Umwelt-und Menschenrechtsgruppe an, die mit vielerlei Aktivitäten von sich reden machte. Die Diskussionen, Konzerte, Werkstatt-Tage und Umweltprojekte, die der Geistliche im Rahmen der Offenen Jugendarbeit initiierte, waren aber nicht nur dem SED-Staat ein Dorn im Auge. Auch die Kirchenleitung distanzierte sich zunehmend von ihm und seiner Arbeit. Zu Beginn des Jahres 1983 wurde ihm von Seiten der Kirche gekündigt. Im Juni 1983 wurde Lothar Rochau verhaftet. Im September wurde er wegen staatsfeindlicher Hetze, ungesetzlicher Verbindungsaufnahme und Herabwürdigung der staatlichen Organe zu drei Jahren Haft verurteilt. Ein Artikel im „Spiegel“, der über seine Inhaftierung berichtete, führte dazu, dass er im Dezember 1983 mit seiner Familie in die Bundesrepublik abgeschoben wurde. Aber auch in Halle blieb seine Inhaftierung nicht ohne Folgen – unter dem Dach der Kirche formierte sich eine politische Opposition, die sich mit Umwelt- und Demokratiefragen beschäftigte. Nur kurze Zeit nach der friedlichen Revolution kehrte Lothar Rochau wieder nach Halle/Saale zurück.

Das Gespräch führten Schülerinnen und Schüler der Ricarda-Huch-Schule Braunschweig.

 

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