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Dr. Wolfgang Welsch

„Heinz Fiedler hat den Befehl gegeben, mich zu töten“

Dr. Wolfgang Welsch arbeitete als Schauspieler bei der DEFA und dem Deutschen Fernsehfunk. Nach einem Fluchtversuch wurde er im Mai 1964 verhaftet und in zwei Prozessen zu viereinhalb Jahren Haft, u.a. wegen "staatsgefährdender Propaganda" verurteilt. 1967 aus der Haft entlassen, drehte er einen Dokumentarfilm gegen das SED-Regime. Durch Verrat wurde er Monate später erneut verhaftet und wegen "Hochverrat" zu fünf Jahren Haft verurteilt. Nach knapp sieben Jahren politischer Haft kaufte ihn die Bundesregierung 1971 frei. Als Doktorand begann er an der JLU Giessen ein Studium der Soziologie und Politikwissenschaft und promovierte über das Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Als Fluchthelfer verhalf er über 200 Menschen zur Freiheit. Das MfS versuchte mehrmals, ihn zu ermorden. Sein Schicksal ist Inhalt des Buches "Ich war Staatsfeind Nr. 1. Als Fluchthelfer auf der Todesliste der Stasi".

Das Gespräch führten Schülerinnen und Schüler des Staufer-Gymnasiums Waiblingen.

 

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