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Evelyn Zupke

„Wir haben uns gefragt: Wo findet der Wahlbetrug eigentlich statt?“

Evelyn Zupkes regimekritische Grundhaltung wurde frühzeitig durch ihr familiäres Umfeld geprägt. Im Alter von 18 Jahren verließ sie die FDJ. Sie kritisierte die Ungleichbehandlung von Mitschülern durch ihre Lehrerinnen und Lehrer. Auch im Berufsleben standen Konflikte auf der Tagesordnung. Bald wandte sie sich der kirchlichen Arbeit zu. Nach ihrem Umzug nach Ost-Berlin 1987 trat Zupke in Kontakt mit dem „Weißenseer Friedenskreis", der ihr weiteres Engagement entscheidend bestimmte. Zusammen mit Mario Schatta und Frank Ebert war sie 1989 maßgeblich an der Organisation und Durchführung des Nachweises der Wahlfälschung beteiligt. Zupke und ihre Mitstreiter stellten bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag, woraufhin sie vom MfS bespitzelt wurden. Dennoch druckte sie weiterhin gemeinsam mit der „Umwelt-Bibliothek" Flugblätter und rief in Folge der manipulierten Wahl zu monatlichen und öffentlichen Protestaktionen in Berlin Alexanderplatz auf. Diese Protestkundgebungen hatten brutale Gegenmaßnahmen der Staatssicherheit zur Folge. Zupke selbst wurde regelmäßig vor Beginn der Demonstrationen vom MfS verhört. In den Jahren 1989/1990 arbeitete die Bürgerrechtlerin am Runden Tisch mit und half bei der Organisation der Mahnwache in der Gethsemanekirche. Heute arbeitet sie in Hamburg.

Das Gespräch führten Schülerinnen und Schüler des BBZ Norderstedt.

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